Eine (Musik)Schule für alle

Kooperation anders denken

Ein Forschungs- und Praxisprojekt des Landesverbands der Musikschulen NRW und der Hochschule für Musik und Tanz Köln, gefördert durch die Ministerien für Kultur und Wissenschaft NRW sowie für Schule und Bildung NRW

Seit über zwei Jahren machen sich in Nordrhein Westfalen, insbesondere in Köln, Bonn und Heinsberg, drei Kooperationsstandorte aus je einer weiterführender Schule und einer Musikschule auf den Weg zu „Eine(r) (Musik)Schule für alle“. Der Name dieses durch das Ministerium für Schule und Bildung und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW geförderten Gemeinschaftsprojekts ist Programm:

Schule und Musikschule werden hier als eins gedacht – als eine integrative (Musik)Schule – als ein Lernort, der die musikalische Ausbildung von Schülerinnen und Schülern gemeinsam konzipiert und aus diesem Grund eine dichte Verzahnung von Musikschule und Schule anstrebt. Die Verpflichtung beider Institutionen, die Bildungswege aller Schülerinnen und Schüler inhaltlich, organisatorisch und menschlich gemeinsam im Blick zu behalten, ist Wesensmerkmal dieses Projektes.

Verortet ist „Eine (Musik)Schule für alle“ sowie auch schon das Vorgängerprojekt „Gemeinsam unterwegs“ an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, konzipiert, entwickelt und vor Ort mit den Kolleginnen und Kollegen an den (Musik)Schulen durchgeführt von Stephanie Buyken-Hölker, Prof. Ursula Schmidt-Laukamp und Prof. Dr.  Christine Stöger (wissenschaftliche Leitung).

Kennzeichnend für das Projekt sind die Ausrichtung auf standortspezifische Bedingungen, Bedürfnisse und Ressourcen, die Orientierung an aktuellen Standards und (curricularen) Rahmungen und die Etablierung verbindlicher und professioneller Kommunikations- und Teamstrukturen.

In dieser Spannung von standortspezifischer Passung, offizieller Rahmung, Aktualität und Innovation entstanden Kooperationsbausteine, die eine Fülle unterschiedlicher Lern- und Angebotsformate musikalischer Bildungsmöglichkeiten im Kontext einer Kooperation von weiterführender Schule und Musikschule aufzeigen. Sie reichen von informellen Übe- und Konzertangeboten über rhythmisierende Rituale und aufbauende Klassenformate bis hin zu individuellen Experten- und Spezialisierungsformen im Alltag der weiterführenden Schule. Präsentiert und dokumentiert wurden diese Bausteine sowie Transferwege und Zukunftsperspektiven beim Abschlusssymposium am 14.9. 2018 in der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der umfangreichen Projektwebsite: www.emsa-zentrum.de

Projektwebsite:

www.emsa-zentrum.de

 

Projektleitung:

Stephanie Buyken-Hölker, Prof.Ursula Schmidt-Laukamp und Prof. Dr. Christine Stöger (wissenschaftliche Begleitung) von der Hochschule für Musik und Tanz Köln, in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des LVdM NRW.

 

 

 

 

 

„Eine (Musik-)Schule für alle“ wird gefördert von den Ministerien für Kultur und Wissenschaft sowie für Schule und Bildung.

Projekthistorie

Vorgängerprojekt

Gemeinsam unterwegs – Lernen im instrumentalen Unterricht (2010-2015)

Ein Forschungs- und Praxisprojekt des Landesverbands der Musikschulen NRW und der Hochschule für Musik und Tanz Köln, gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.

Das Forschungs- und Praxisprojekt „Gemeinsam unterwegs – Lernen im instrumentalen Unterricht“ stellt das instrumentale Lernen in der Gruppe insbesondere nach Beenden des Grundschulalters in den Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Es reagiert damit auf die aktuellen Entwicklungen an Musikschulen: Instrumentales Lernen findet zunehmend in der Gruppe statt. Instrumentales Lernen befindet sich im Spannungsfeld von Schulzeitverkürzung und Ganztagsschulen, traditioneller Musikschularbeit und Kooperationsprojekten mit allgemeinbildenden Schulen, Großgruppenunterricht und individueller Förderung, Breiten- und Begabtenförderung. Dabei versteht das Projekt die Unterrichtsform des Gruppenunterrichts nicht als schlechtere Alternative zum Einzelunterricht – sondern vielmehr als Chance und Herausforderung, Schülerinnen und Schüler zu nachhaltigem Musizieren zu befähigen.

Das Projekt knüpft damit auch an Erfahrungen und Entwicklungen an, die durch das Landesprojekt „Jedem Kind ein Instrument“ gemacht werden konnten. Ergebnisse der aktuellen JeKi-Begleitforschung werden mit berücksichtigt.

Projektschwerpunkte sind u.a.: Erarbeitung wesentlicher Merkmale instrumentalen Gruppenunterrichts, in dem individuelles Lernen möglich ist, Analyse bereits bestehender Projekte, in denen instrumentaler Gruppenunterricht stattfindet, mit dem Fokus auf  Möglichkeiten individuellen Lernens und der Einbindung in das System Musikschule und allgemeinbildender Schule, Erarbeitung eines Methoden- und Materialpools mit dem Ziel einer leichten Umsetzbarkeit in der Praxis, Arbeit an konstruktivistisch-systemischen Fragestellungen und deren Transfer auf die Instrumentalpädagogik (u.a. zu den Themen Lehrerrolle, Selbstwahrnehmung, Wertschätzung, Kommunikation im Unterricht).