Unter insgesamt 150 Bewerbungen aus ganz NRW hat die Jury 17 Projekte für die Fördermaßnahme des Landes NRW ausgewählt. In Borken wird die öffentliche Musikschule mit anderen städtischen Einrichtungen zum Ausgangspunkt einer Kulturachse als „Dritter Ort“. Die Jury hat das gut dargestellte Verständnis von einem „Dritten Ort“ sowie die Verknüpfung mit der Stadtentwicklung besonders hervorgehoben.

Das Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ unterstützt kulturelle Orte im ländlichen Raum dabei, sich zu sozialen und kulturellen Treffpunkten – sowohl inhaltlich als auch baulich – zu entwickeln. Kultur- und Bildungsangebote sollen durch Öffnung, Vernetzung und Bündelung zu regionalen Ankerpunkten werden und auf diese Weise die kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum sichern sowie neue Möglichkeiten für Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt schaffen.
Das neue Förderprogramm hat eine Laufzeit von 2019-2023 und unterstützt in zwei Förderphasen kulturelle Einrichtungen in kommunaler oder freier Trägerschaft. Voraussetzung ist die Kooperation mit weiteren Einrichtungen, Vereinen oder Initiativen. In der mit 750.000 Euro ausgestatteten ersten Förderphase wird zunächst die Konzeptentwicklung von Dritten Orten unterstützt

Der Parlamentarische Staatssekretär Kaiser kommentierte das Ergebnis der Ausschreibung: „Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige Kulturszene. Stadt und Land bilden dabei keine Gegensätze, sondern tragen gemeinsam zu dieser Vielfalt bei. Besonders im ländlichen Raum steht die kulturelle Infrastruktur aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen vor neuen Herausforderungen und ganz unterschiedlichen Ausgangslagen. Wir brauchen daher eine Diskussion über neue Rollen und die Weiterentwicklung von Kultureinrichtungen ‚auf dem Land‘. Wir wollen die Entwicklung und Erprobung neuer Modelle unterstützen. Deshalb haben wir das Förderprogramm Dritte Orte aufgelegt. Denn Dritte Orte können ein Weg sein, Kultur im ländlichen Raum zu stärken und gleichzeitig neue Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders zu schaffen.“

Informationen zum Förderprogramm sowie die Übersicht zu den geförderten Projekten der ersten Phase unter: www.dritteorte.nrw