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"Aus der Praxis für die Praxis" - Tagung zur kulturellen Vielfalt an Musikschulen in Dortmund

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Insbesondere in den Metropolregionen an Rhein und Ruhr, Hamburg, Berlin, München und dem Rhein-Main-Gebiet weist Deutschland eine heterogene Bevölkerung mit vielfältigen kulturellen Prägungen auf. Darüber hinaus werden sich in Zukunft zunehmend die Schwerpunkte der Bevölkerungsstruktur verschieben: denn in den nächsten Jahren werden Kinder und Jugendliche mit mehrheitlich unterschiedlichen Herkünften das kulturelle Leben in unserem Land prägen. Für die kommunalen Musikschulen stellt es daher eine allgemeine Notwendigkeit dar, sich mit der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung und deren kulturellen Auswirkungen zu befassen.
Musik verbindet, aber erst die tiefgehende Kenntnis und Wertschätzung anderer hier lebender Kulturen ermöglicht ein Zusammenleben mit allen Menschen auf gleicher Augenhöhe. Nur das ermöglicht eine kulturelle Teilhabe für alle.

Kursziele
Das Ziel der Tagung ist es, die Besonderheit von Beschäftigung mit Musik anderer Kulturen verständlich zu machen und gleichberechtigte Tableaus für die unterschiedlichen musikalischen Kulturen zu schaffen. Gerade von den Unterschieden und Gegensätzen, wie Musik gehört, gespielt und gelernt wird, können die Kulturen untereinander profitieren.

Es sollen insbesondere

  • Notwendigkeiten vermittelt werden, um kommunale Musikschulen für das Thema Einbeziehung der Kulturen der Migranten in die Musikschularbeit zu sensibilisieren
  • wichtige Hintergrundinformationen- wie kulturelle Organisationen der Migrantenfamilien, Bedürfnisse und Gründe für türkische Musikangebote sowie Qualifikation der tätigen (z.B. Bağlama-) Lehrer vermittelt werden,
  • Kenntnisse vermittelt werden, um wesentliche Netzwerke zwischen gesellschaftlichen Organisationen und Bereichen der nichtformalen Ausbildung und den Musikschulen zu knüpfen
  • künstlerisch und pädagogisch das notwendige Wissen angeglichen werden
  • Beispiele gegeben werden, um den Aufbau transkultureller Ensembles vorzubereiten
  • Gelingensbedingungen erarbeitet werden, wie intensive Elternarbeit und Einbeziehung der (z.B. Bağlama-) Lehrer in die Team-Arbeit des Kollegiums der Musikschulen,
  • Begrifflichkeiten wie inter-, transkulturell, Sinusstudie, Migrationsmodelle, interdependent, independent erklärt werden und Folgerungen für die pädagogischen Stile, interkulturelle Elternarbeit in Theorie und Praxis gezogen werden.

DozentInnen
Nuray Ateş, Prof. Dr. Dorothee Barth, Elena Lazaridou, Christian Papadopoulos, Prof. Ulrich Rademacher, Ruddi Sodemann (Leitung), Prof. Dr. Raimund Vogels, Robert Wagner (angefragt)

AnhangGröße
Spektrum Inklusion_Flyer_15.pdf767.65 KB
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Wann?
Donnerstag, 17. September 2015
9.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Anmeldeschluss:
21. August 2015

Wo?
Da das Dietrich-Keuning-Haus derzeit Anlaufpunkt und Ort der Erstversorgung für zahlreiche Flüchtlinge ist, wurde die Fachtagung kurzfristig in die Musikschule Dortmund (Steinstraße 35, Raum 024, Kleiner Saal) verlegt.

Teilnehmergebühr
80,– €

Anmeldung und weitere Informationen:
Verband deutscher Musikschulen e.V.
Britta Schütz
Plittersdorfer Straße 93 • 53173 Bonn
Telefon: 0228/95706-18
Telefax: 0228/95706-33
E-Mail: schuetz@musikschulen.de
Internet: www.musikschulen.de

>>> Tagungsflyer (pdf, 767 KB)