Das zweite gemeinsame Projekt von LVdM NRW und der Kölner Hochschule für Musik und Tanz (HfMT) konnte im Oktober mit einer Auftaktveranstaltung offiziell gestartet werden: Im Zentrum von „Eine (Musik)Schule für alle“ (gefördert durch die Ministerien für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW sowie für Schule und Weiterbildung NRW) steht die Integration von Instrumentalausbildung in den insbesondere durch Ganztag und G8 veränderten Alltag der weiterführenden allgemeinbildenden Schule. Ziel ist es, Wege der Implementierung instrumentaler Ausbildung in den Schulalltag zu entwickeln, zu analysieren und derart zu dokumentieren, dass sie für (Musik)Schulen als Grundlage zur Realisierung eigener Modellentwicklung und -umsetzung dienen können. „Eine (Musik)Schule für alle“ bezieht sich auf Erkenntnisse des Vorgängerprojekts „Instrumental Gemeinsam Unterwegs“, das sich insbesondere mit Gelingensbedingungen des instrumentalen Gruppenunterrichts auseinandergesetzt hat, sowohl in methodisch-didaktischer Hinsicht, als auch mit Blick auf personale Kompetenzen.
Mit Beginn des Schuljahrs 2015/2016 hat die Arbeit an drei Modellschulstandorten begonnen. Durchgeführt wird „Eine (Musik)Schule für alle“ in Heinsberg, Bonn und Köln, mit unterschiedlichen allgemeinbildenden Schultypen und der jeweiligen städtischen Musikschule. In jeder Schulkooperation bildet ein Team aus InstrumentalpädagogInnen und SchulmusikerInnen den Kern der Entwicklungsarbeit und sichert gemeinsam mit KollegInnen und Schulleitungen der verschiedenen Schulen die praktische Umsetzung in den eigenen Schulen.

Eine offizielle Auftaktveranstaltung fand am 20. Oktober 2015 in der Hochschule für Musik und Tanz Köln statt, bei der der Projektrahmen und die Teams der Kooperationspartner vorgestellt wurden. Eingeladen waren neben Vertretern von Hochschule, Musikschule, allgemeinbildender Schule, Bezirksregierung und beiden Ministerien vor allem auch Vertreter der der drei Projektstandtorte. Eröffnet und moderiert wurde die Veranstaltung durch die wissenschaftliche Leiterin des Projekts Prof. Dr. Christine Stöger. Der Rektor der Hochschule Prof. Dr. Heinz Geuen beschrieb die Bedeutung und Wichtigkeit dieses Projektes und machte in persönlichen Worten deutlich, dass über seine Funktion als Rektor hinaus „Eine (Musik)Schule für alle“ aufs Engste mit dem Musikpädagogen Heinz Geuen verbunden ist. Der langjährigen Verbundenheit zu Projektidee und Projektvision konnte sich Andreas Genschel in seinem Grußwort als Vertreter des LVdM anschließen: Die initiative Kraft und das Bedürfnis mit diesem Projekt Musikschule und Schullandschaft der Zukunft zu gestalten, war für die Zuhörenden deutlich spürbar. Thomas Baerens, dem als Vertreter des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport seitens der Hochschule und des LVdM ein großes Dankeschön für die Unterstützung insbesondere auch auf dem Weg zur Förderung des Projektes durch beide Ministerien galt, knüpfte an die Aufbruchsstimmung an und unterstrich die Bedeutung und den richtungsweisenden Charakter des Projektes für die Bildungslandschaft in NRW. Das Zusammentreffen von Musikschule, Schule, Hochschule und Politik nahm der Wiener Musikpädagoge Prof. Dr. Peter Röbke in seiner Keynote zum Anlass, die Teilnehmenden mitzunehmen auf eine musik- und instrumentalpädagogische Reise, die in kurzer Zeit Vielschichtigkeit, Facettenreichtum und Ansatzpunkte zu Vision und Andersdenken offenbarte – und die so manch Teilnehmenden einlud, eigene visionäre Ideen und Träume zu zulassen.

Die Projektmitarbeiterinnen Stephanie Buyken-Hölker und Prof. Ursula Schmidt-Laukamp gaben zum Abschluss einen Überblick zur Entstehungsgeschichte des Projekts und nannten dabei alsOrientierung neben dem systemisch-konstruktivistischen Bezugsrahmen und den Gelingensbedingungen musikalischer Praxis insbesondere die Vision der „klingenden Schule“, einer Schule der Zukunft, in der die Kooperation von Musikschule und Schule neu gedacht werden darf.

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LVdM NRW
Tel. (0211) 25 10 09
kontakt@lvdm-nrw.de
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