„Jedem Kind ein Instrument“ ist eine kulturelle Bildungsinitiative, die im Jahr 2007 im Ruhrgebiet als Beitrag zum Programm der Kulturhauptstadt Europas entstanden ist und von der Kulturstiftung des Bundes, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. getragen wurde.

Der Name ist Programm: Jedem Grundschulkind des Ruhrgebiets soll die Möglichkeit gegeben werden, ein Musikinstrument zu erlernen, das es sich selbst ausgesucht hat. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Musizieren der Kinder – von der ersten bis zur vierten Klasse.

Die Kommunen des Ruhrgebiets mit ihren öffentlichen Musikschulen sind in enger Kooperation mit den Grundschulen die Akteure „vor Ort“. Die meisten dieser Musikschulen gehören dem LVdM NRW an. An einigen Stellen kommen außerdem private Partner hinzu.

Jede Woche besuchen Lehrkräfte der Musikschulen 642 Grundschulen in 42 Kommunen und erreichen dort mehr als 54.000 Grundschulkinder.

Die Stiftung „Jedem Kind ein Instrument“ ist Trägerin des Programms. Sie berät die teilnehmenden Musikschulen bei der Umsetzung vor Ort in den Grundschulen.

Besondere Stärken des Programms:

  • im ersten Schuljahr nehmen alle Kinder kostenlos teil, der Unterricht ist Bestandteil der regulären Stundentafel und wird gemeinsam von Lehrkräften der Musikschulen und Grundschulen geplant und durchgeführt
  • Sozialbefreiungen und Stipendien sowie das kostenlos geliehene Instrument ermöglichen eine Teilnahme ohne soziale Schranken
  • das Miteinander beim gemeinsamen Musizieren ist zentrales Anliegen
  • stilistische Offenheit und der Einbezug von Instrumenten aus anderen Kulturkreisen laden unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ein

Die im LVdM NRW organisierten Musikschulen haben mit ihren Partnern in einem nicht immer einfachen Prozess dafür Sorge getragen, dass das Programm ein Erfolg geworden ist. Das stellt eine große Leistung dar – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sowohl im organisatorischen wie auch im konzeptionellen und methodisch-didaktischen Bereich alle Dinge während der laufenden Implementierung entwickelt werden mussten. Dabei haben die Musikschulen als Institutionen, aber auch jede einzelne Lehrkraft große Professionalität, Flexibilität und Belastbarkeit bewiesen.

Mit der Zusage des Landes Nordrhein-Westfalen, das Programm ruhrgebietsweit über das Jahr 2010 hinaus zu fördern, ist „Jedem Kind ein Instrument“ nachhaltig gesichert.

Auch in anderen Landesteilen warten viele Kommunen mit ihren Musikschulen darauf, sich beteiligen zu können. Der LVdM NRW plädiert dafür, bei einer solchen Ausweitung die Erfahrungen und auch konzeptionelle Elemente anderer Projekte, wie JEKISS („Jedem Kind seine Stimme“, Münster), MOMO („Monheimer Modell“, Monheim) und JEKISTI („Jedem Kind seine Stimme“, Neuss) auszuwerten, einzubeziehen und die örtlichen Voraussetzungen flexibel zu berücksichtigen.

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Jedem Kind ein Instrument

Weitere Informationen zum Programm und zur Stiftung "Jedem Kind ein Instrument":

www.jedemkind.de